Kalkberg wird Rettungshubschrauberstation
Die ehemalige Hochdeponie der einstigen Chemiefabrik Köln-Kalk wurde jahrelang liebevoll "Monte Kalk" genannt und liegt sehr zentral vor den Toren der Stadt.
Seit 1973 konnte der Kalkberg ohne weitere Störungen wachsen, wuchern und gedeihen. Seit einigen Jahren verfolgt die Stadt Köln den Plan, den Kalkberg für den Rettungsdienst, insbesondere für die Luftrettung freizugeben. Testflüge hatten ergeben, diese Stelle liegt zentral und ist optimal geeignet für eine Rettungshubschrauberstation. Dies sahen einige Kölner, besonders Kalker und Buchforster Bürger nicht so. Sie fürchteten den Lärm der Hubschrauber und hätten lieber eine andere Nutzung des recht großen Berges gesehen.
Ein "Tauziehen" zwischen der Bürgerinitiative Kalkberg.org und der Stadt Köln führte zu zahlreichen Untersuchungen, Gutachten und Verzögerungen.
Doch mittlerweile hatte die Stadt schon gut 2 Millionen investiert und auch andere Möglichkeiten für ihr Vorhaben geprüft. So war u.a. der Flugplatz Kurtekotten in die Überlegungen einbezogen worden. Dieser verfügt aber über keine luftrechtliche Genehmigung zum Betreiben einer Rettungshubschrauberstation.
Jetzt macht die Stadt Nägel mit Köpfen und lässt bereits die Zufahrtsstraße bauen und weitere Arbeiten ausführen. Was des einen Freud, ist also des anderen Leid. Eines ist jedenfalls sicher, mit der Station auf dem Kalkberg, gewinnt Köln in mehrerlei Hinsicht und an manchen Lärm kann man sich auch gewöhnen. Für die Stadt und die Luftrettung ist es jedenfalls eine Bereicherung. Vielleicht wird man sich ja irgendwann sogar darüber freuen. Immerhin hat der Berg ein 360 Grad Panorama, verfügt über eine gute Größe zwecks Landeflächen und Hangar, Rettungsstation usw...
Bürgerreporter:in:Elisabeth van Langen aus Köln |
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