Birkenrinde
Birkenrinde ist eines der vielfältigsten und faszinierendsten Materialien, die uns die Natur schenkt. Was uns in der modernen Industriegesellschaft heute Kunststoff ist, ist seit Jahrhunderten in vielen indigenen Kulturen die Birkenrinde.
Die wertvollen Inhaltsstoffe der Rinde machen die Birke so besonders. Schon zu Urzeiten lernte man, schwarzen Teer aus der weißen Rinde zu gewinnen. Birkenpech finden wir auch heute in verschiedenen Anwendungen, auch in der Körper- und besonders Hautpflege. Neben der Kosmetik werden die Inhaltsstoffe der Rinde auch in der Medizin genutzt. So wird aktuell der Einsatz von Birkenrindenextrakten in der Hautkrebstherapie erprobt.
Dass Birkenrinde von ihrer glatten, goldig-gelb scheinenden Innenseite so dicht hält, dass sie kaum Feuchtigkeit aufnimmt, bereitet bei der Verarbeitung durchaus Schwierigkeiten, da genau diese Schutzfunktion Leim häufig einfach abperlen lässt. Doch eben jene extreme Dichte sorgt für hervorragende Frische-Eigenschaften bei der aromadichten Lagerung von Lebensmitteln wie Kaffee und Gewürzen.
Birkenrinde ist geschmeidig wie Leder, verarbeitet sich wie Holz, wird wie Papier beschrieben und verjüngt in Cremes und Shampoos die Haut. Dazu fasst sie sich, frisch vom Baum genommen, einmalig weich und samtig an.
In Nordamerika und Kanada machten sich die Indianer seit langer Zeit die Eigenschaften dieses faszinierenden, ultraleichten und geschmeidigen Materials zunutze, indem sie ihre Kanus aus Birkenrinde bauten.
Mehr Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Birkenrinde
Bürgerreporter:in:Renate Croissier aus Lünen |
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