Stadtbahn entgleist am Endpunkt Garbsen

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Am Freitagmittag kam es an der Endhaltestelle Garbsen zu einer folgenschweren Kollision zweier Stadtbahnzüge. Glücklicherweise wurde nur ein Mitarbeiter der Üstra leicht verletzt. Es entstand hoher Sachschaden. Feuerwehr und Üstra waren mehrere Stunden mit der Eingleisung der beiden Stadtbahnzüge beschäftigt.

Gegen 12.30 Uhr fuhr eine Stadtbahn nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen waren weiter zum Wendegleis hinter der Haltestelle. Als die Hälfte des Zuges eine Weiche passiert hatte, schaltete diese aus bislang unbekannter Ursache um, sodaß der zweite Teil des Zuges auf das Nachbargleis gelenkt wurde. Dort stieß der Zug mit einen weiteren Stadtbahnzug zusammen, der gerade auf dem Nachbargleis in die Haltstelle einfahren wollte. Beide Züge entgleisten anschließend.
Jeweils zwei Drehgestelle der beiden Züge sprangen dabei aus den Schienen.
Beide Bahnen wurden stark beschädigt. Ein Mitarbeiter der Üstra wurde bei dem Zusammenprall leicht verletzt musste aber nicht weiter durch den Rettungsdienst behandelt werden.
Glücklicherweise befanden sich in beiden Zügen noch keine bzw. keine Fahrgäste mehr.

Neben der Ortsfeuerwehr Garbsen wurden zur Bergung der Stadtbahnzüge die Berufsfeuerwehr Hannover mit Spezialgerät und Werkstatt- und Bergungspersonal der Üstra nach Garbsen entsandt.

Die Kräfte der Feuerwehr Garbsen rückten nach etwa einer halben Stunde wieder ab, die Bergung wurde anschließend von Kräften der Feuerwehr Hannover und der Üstra durchgeführt.

Beide Stadtbahnzüge wurden nacheinander eingegleist.
Dazu kamen spezielle Hebegeräte der Üstra sowie eine leistungsstarke Seilwinde des Kranwagens der Feuerwehr Hannover zu Einsatz.
Die entgleisten Drehgestelle wurden abwechselnd angehoben und anschließend die Räder über Stahlplatten Stück für Stück in das Gleis zurück gezogen.

Gegen 14.30 Uhr war der erste Wagen zurück in den Schienen, gegen 15.45 der komplette erste Stadtbahnzug.
Um 16.45 Uhr war auch der zweite Stadtbahnzug wieder fahrbereit in den Gleisen.

Die Üstra führte anschließend noch weitere Aufräum- und Reparaturarbeiten durch. Die Kräfte der Feuerwehr Hannover konnten wieder einrücken.

Während des gesamten Nachmittags war ein Busersatzverkehr zwischen der Umsteigeanlage Marienwerder und dem Endpunkt in Garbsen eingerichtet. Es kam zu Verzögerungen und längeren Wartezeiten.
Die Höhe des Sachschadens steht derzeit noch nicht fest.

Eingesetzt waren etwa 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren Garbsen und Hannover mit 9 Fahrzeugen sowie mehrere Werkstattfahrzeuge der Üstra. Ein Rettungswagen der JUH Garbsen war ebenfalls vor Ort.

Bürgerreporter:in:

Stefan Mueller aus Garbsen

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