Gymnastinnen der Rhythmischen Sportgymnastik kämpfen sich beim Deutschland-Cup unter die Top 20 – warum die Gersthoferinnen bis zuletzt um die Teilnahme bangen mussten
Alles schien im März beim Bayern-Cup der Rhythmischen Sportgymnastik in Ingolstadt perfekt: Die FWK-Gruppe mit Sophie Schaar, Mariagrazia Chirulli, Irina Golubkova, Alicia Kramer und Sophia Wagner zeigten wieder eine hervorragende Leistung, wurden zum wiederholten Male bayerischer Meister und qualifizierten sich damit für den Deutschland-Cup 2019. Damit schafften sie das, was in diesem Jahr keine andere bayerische Gruppe in der Freien Wettkampfklasse geschafft hat.
Die Freude über die Qualifikation wurde allerdings schnell getrübt, denn es wurde kein Ausrichter für diesen wichtigen Wettkampf gefunden. Bis zuletzt – und so waren mehr als 60 Gruppen verschiedener Altersklassen schließlich in Tübingen zu Gast.
In einem außergewöhnlich starken Teilnehmerfeld mit sehr erfahrenen Gymnastinnen musste sich die Gersthofer Gruppe, die dieses Jahr erstmals in der höchsten Altersklasse antrat, den RSG-Hochburgen wie Schmiden und Bremen stellen. Und das auch noch mit erschwerten Bedingungen, denn da Sophia Wagner aufgrund ihres niedrigeren Jahrgangs auf nationaler Ebene noch nicht mit der Gruppe starten durfte, schlüpfte Trainerin Elisabeth Neumüller nach mehrjähriger Pause kurzerhand wieder in ihren Gymnastikanzug und vertrat ihren Schützling souverän. Im ersten Durchgang zeigten die Mädchen ihre Übung mit fünf Bällen nahezu fehlerfrei und sehr ausdrucksstark. Obwohl sich im zweiten Durchgang ein paar kleine Unsicherheiten einschlichen, konnten die Gersthoferinnen mit ihrer schwierigen und außergewöhnlichen Übung, die sogar vom Moderator hervorgehoben wurde, überzeugen. Mit starkem Ausdruck und stabiler Leistung schaffte es die FWK-Gruppe des TSV Gersthofen schließlich mit dem hervorragenden 17. Rang unter die Top 20 von Deutschland.