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Stadt lehnt Warnblinklicht ab

  • Hier kommen unverhofft manchmal Straßenbahnen. Die Stadt meint, die Andreaskreuze reichen als Warnung aus.
  • hochgeladen von Jens Schade

Gefährliche Ecken: Die Schienen zum Üstra-Betriebshof Döhren schneiden sehr eng den östlichen Fußweg an der Hildesheimer Straße. Fußgänger, die hier Richtung Peiner Straße laufen, werden mitunter von einer einfahrenden Stadtbahn überrascht, die schräg von hinten kommt. Einen Steinwurf weiter kreuzen die Straßenbahnschienen die Thurnithistraße. Hier sind ein- und ausfahrende Bahnen vor allem für Autofahrer schwer und erst im letzten Moment erkennbar. Die SPD griff das Thema auf. Auf Antrag der Sozialdemokraten forderte der Bezirksrat Döhren-Wülfel die Stadt auf, an diesen beiden Punkten über mehr Sicherheit für Fußgänger und Kraftfahrzeugverkehr nachzudenken. Das Nachdenken bei der Verwaltung führte indes zu nichts. In einem Rundschreiben an den Bezirksrat wurde den Bürgervertretern jetzt mitgeteilt, dass für Stadt und Üstra die Sache so in Ordnung ist.

Eine richtige Fußgängerampel an Gleisübergang Hildesheimer Straße wird in der Mitteilung abgelehnt. Sie würde zu lange „rot“ für Fußgänger zeigen. Denn die Stadtverwaltung ist offenbar nicht in der Lage, die Rotphasen nach Länge der Wagenzüge zu steuern. Egal, ob ein kleiner Einzelwagen vorbei zuckelt oder ein superlanger Zug einfährt, die Dauer des Rotsignals würde immer auf die maximal denkbare Zuglänge ausgerichtet sein. Will heißen: die Straßenbahn ist schon längst vorbei, aber die Ampel gibt den Weg eben immer noch nicht frei. Hier liegt die Verwaltung ausnahmsweise einmal richtig: Diese Situation wäre eher suboptimal. Aber statt einer Fußgängerampel würde vielleicht ja auch ein Warnblinklicht reichen.

Das allerdings lehnen Stadtverwaltung und Üstra unisono aber ebenfalls ab. Es wird argumentiert, wenn schon, dann bräuchte man zwingend auch ein Signal für die ausfahrenden Busse. Nicht ganz nachvollziehbar, denn der Busverkehr ist gut einsehbar. Aber die Verwaltung braucht das Bus-Warnlicht, um ihre ablehnende Haltung zu unterfüttern. Denn es heißt in dem Rundschreiben weiter, in verkehrsschwächeren Zeiten würden die Busse ohne Signalanforderung für die Ampelanlage an der Hildesheimer Straße – in der der Fußweg aber nicht einbezogen ist – in die Straße einfahren. Gäbe es Warnblinklichter für Stadtbahn und Busse, dann käme es zu der unglücklichen Situation, dass bei einer Stadtbahn ein Licht blinken würde, bei den Bussen das nach Ansicht der Üstra ebenfalls notwendige Bus-Warnblinklicht infolge Nicht-Aktivierung durch den Busfahrer aber nicht. Deshalb, so das Fazit der Stadtverwaltung, sei es besser, gar nichts zu machen. Zur Klarstellung: das ist kein verspäteter Aprilscherz, das ist wirklich so an den Bezirksrat geschrieben worden.

Auch für die Querung der Thurnithistraße wird nach dem Rundschreiben keine weitergehende Sicherung für erforderlich gehalten. Schließlich seien hier Andreaskreuze aufgestellt. Und überhaupt: „An beiden Stellen sind nach Aussage der Üstra keine Unfälle mit Fußgängerbeteiligung bekannt“, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Verfasser dieser Zeilen ist zumindest über mehreren „Beinahe-Zusammenstöße“ zwischen Autos und Stadtbahn an der Kreuzung Thurnithistraße unterrichtet, hat diese zum Teil selbst sogar mit eigenen Augen beobachtet. Zum Glück ist zwar letztendlich nie etwas geschehen. Aber muss denn tatsächlich erst was passieren, bevor die Situation entschärft wird?

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2 Kommentare

Das glaub' ich jetzt nicht !

> "Sie würde zu lange „rot“ für Fußgänger zeigen..."
Ein Witz: An anderen Stellen des Streckenastes "B-Süd" (z. B. Hst. Fiedelerstr. - südl. Ampel, 3x Peiner Str. und 2x a. d. Wollebahn) sind diese "Rot für Fußgänger"-ampeln installiert. Auch dort fahren die längsten (Vierwagen-) Stadtbahnzüge der Linie 18 und dort wird es angewandt.
Im Übrigen sind die Signale für Fußgänger ohnehin hinter den jeweiligen Querungen angebracht; weshalb die betroffenen Fußgänger gar nicht bemerken (können), wann das Signal erlischt. Da nun kaum ein Fußgänger losgehen und in die Seite einer fahrenden Bahn hinein laufen würde, ist es gar nicht wichtig wie lang das "Rot" gezeigt wird, wenn es lang genug gezeigt würde, dass die Spitze des Zuges die Furt passiert hat. Eine vorgeschriebene Logik würde ohnehin weiterhin "rot" zeigen, wenn sich Gegenverkehr nähern sollte.
Im Gespräch gab ein Stadtbahnfahrer nun zu bedenken, dass das Rotlicht immer noch missachtet werden könnte! Das aber passiert (leider) alltäglich und liegt nicht in der Verantwortung der Stadt, der Politik oder der Üstra, sondern ist einfach dumm.

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