Insekten
Werden wir bald alle Feinschmecker sein? Ein Beitrag aus dem Mai 2013
Entomophagie beim Menschen gibt es in sehr vielen Teilen der Welt. In westlich geprägten Kulturen ist sie eine Randerscheinung und wird häufig mit Ekelgefühlen betrachtet. Es gibt jedoch Bestrebungen, Insekten und Larven auch auf den Speiseplan von Europäern zu bringen. Die EU fördert mit 4 Mio. Euro die Erforschung. Gegrillte und gekochte Termiten, Grashüpfer, Bienenlarven und manches andere, was da kreucht und fleucht, seien, nach Aussage der FAO, eine “einzigartige Alternative” zu Fleisch, da die Insekten ebenfalls einen hohen Protein-Anteil aufweisen.
Zehn Jahre später bin ich in der Zukunft angekommen und frage mich das: Wie erkenne ich, ob in meinem Lebensmittel essbare Insekten enthalten sind?
Enthalten verpackte Lebensmittel als Zutat Speiseinsekten, müssen sie in der Zutatenliste erscheinen. Neben ihrem lateinischen Namen muss ebenfalls der geläufige Name gelistet sein, etwa Grillen (Heimchen - Acheta domesticus). So können Verbraucher die Zutat eindeutig erkennen. Durch die Kennzeichnungspflicht ist ausgeschlossen, dass essbare Insekten unbemerkt in Lebensmittel gemischt werden. Für unverpackte Lebensmittel ist keine Zutatenliste vorgeschrieben. Hier kann das Verkaufspersonal Auskunft über die verwendeten Zutaten geben. Die Gefahr eines heimlichen Untermischens halten die Verbraucherzentralen für sehr gering, da Speiseinsekten derzeit noch teuer sind.
Noch kann ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden.