Laatzener Senioren besuchen den Landtag
Auf Einladung des Abgeordneten Christoph Dreyer hat eine Gruppe des Christlichen Seniorenbundes Immanuel Laatzen den Landtag in Hannover besucht.
Zunächst erfuhren die Gäste in einem Film, dass am 8. November 1946 durch eine Verordnung der britischen Militärregierung rückwirkend zum 1. November 1946 das Land Niedersachsen mit der Hauptstadt Hannover aus der Vereinigung der Länder Braunschweig, Freistaat Oldenburg und Schaumburg-Lippe mit dem zuvor gebildeten Land Hannover entstanden ist.
Am 9. Dezember 1946 trat der erste niedersächsische Landtag zusammen, der nicht gewählt, sondern von der britischen Besatzungsmacht eingesetzt worden ist. Noch am selben Tag wählte der Landtag Hinrich Wilhelm Kopf zum ersten Ministerpräsidenten.
Der Landtag hat die Aufgabe, die Landesregierung zu kontrollieren sowie den Haushalt und die Landesgesetze zu verabschieden. Die Gesetzgebungskompetenz wird durch das Grundgesetz stark eingeschränkt. Schwerpunkte sind die Kompetenzen im Kultur- und Bildungswesen sowie im Polizeirecht.
Die Senioren hatten Gelegenheit, von der Tribüne aus eine aktuelle Fragestunde unmittelbar nach der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Christian Wulff zu verfolgen.
Im Anschluss wurden die Laatzener in den Räumen der Landespressekonferenz von den Landtagsabgeordneten Almuth von Below-Neufeld (FDP), Silke Lesemann (SPD), Christoph Dreyer (CDU) und Enno Hagenah (Bündes 90/Die Grünen) empfangen. In der einstündigen Diskussion mit den Abgeordneten, bei der es in erster Linie um den Neubau des Plenarsaales ging, wurde deutlich, dass es für dieses Bauvorhaben weiterhin einen hohen Erklärungsbedarf gibt. Bei einer Nutzung von drei bis vier Tagen im Monat scheint es schwer vermittelbar zu sein, dass einerseits massive Kürzungen im Landeshaushalt beschlossen, für den Neubau aber umfangreiche finanzielle Mittel bereit gestellt werden sollen.
Nachdenklich geworden traten die Senioren ihre Heimreise an.