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Kritik an rechtswidrigen Ein-Euro-Jobs

  • Georg Fülberth, Fraktionsvorsitzender Marburger Linke
  • hochgeladen von Hajo Zeller

Marburger LINKE greift offenen Brief von ver.di auf

Die Fraktion Marburger LINKE in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg (StVV) beriet in ihrer wöchentlichen Fraktionssitzung den offenen Brief von ver.di Mittelhessen an die Marburger KommunalpolitikerInnen zum Thema "Ein-Euro-Jobs bei der Praxis gGmbH". Die Fraktion wird dieses Thema in die StVV einbringen (Antrag).

Die Mitglieder der Fraktion Marburger Linke in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg stimmen mit ver.di Mittelhessen überein, dass die rechtswidrige Praxis bei Arbeitsgelegenheiten in Marburg sofort zu beenden sei. Die Stadt sei Gesellschafter bei der Praxis gGmbH. Somit könne auf die Geschäftsführung eingewirkt werden, die rechtswidrige Praxis zu beenden.

Georg Fülberth, Fraktionsvorsitzender der Fraktion, erklärt: "Leider haben sich die Befürchtungen der Kritiker der Ein-Euro-Jobs bestätigt. Die Mehrzahl der Maßnahmen sind gesetzeswidrig. Die Mehrzahl bringt den Betroffenen nichts. Und häufig haben die Grundsicherungsstellen keine Ahnung, was in den Maßnahmen so passiert. Dies sagt der Bundesrechnungshof."

Fülberth betont ausdrücklich, der Vorstoß der Fraktion richte sich nicht gegen Mitarbeiter von Beschäftigungsgesellschaften oder erwerbslose Menschen. Die Fraktion wolle erreichen, dass die Stadt Marburg bei der Arbeitsförderung stärker investiere. „Die beste Arbeitsförderung ist das Schaffen von Arbeitsplätzen mit Tarifbindung und ordentlichem Lohn von mindestens zehn Euro die Stunde“ so Fülberth wörtlich. Auch in Marburg gäbe es die Tendenz, trotz blendender Kassenlage im öffentlichen Sektor immer mehr Personal abzubauen.

Heftig kritisiert wurde auf der Fraktionssitzung Bürgermeister Dr. Franz Kahle. „Frechheit“ und „Zynismus“ wurden ihm vorgeworfen. Hatte Kahle doch in der Sitzung der StVV im Februar gar nicht erst den Versuch gemacht, den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern bei Bauarbeiten an der Astrid-Lindgren-Schule als rechtskonform zu verteidigen. Seine Aussage, „die Arbeiten dort waren nicht zusätzlich, jede andere Firma hätte die Arbeiten auch erledigen können“, belegt, dass offensichtlich auch in Marburg Arbeitsgelegenheiten reguläre Beschäftigung verdrängen.

Noch einmal Georg Fülberth: „Bauarbeiten an Schulen, Lieferung und Verkauf von Schulessen oder das Betreiben einer Kantine sind keine zusätzlichen Aufgaben. Das sind öffentliche Aufgaben, die mit regulärer Beschäftigung zu erledigen sind. Die Verantwortung liegt hier bei der Stadt Marburg. Und aus dieser Verantwortung wird die Fraktion die Stadt nicht entlassen.“

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3 Kommentare

Die Problematik herrscht leider überall.
Gelegenheit macht halt Diebe.

es ist unglaublich wie hemmunglos nicht nur in Marburg Arbeitslose ausgenutzt werden.. Das da auch noch Gruene beteiligt sind, zeigt deutlich wie das Ausnutzen von Arbeitslosen mittlerweile zum normalen Ton gehoert. Wie diskriminierend dies auf die Jobber wirkt , wie sie sich an den Rand gedraengt fuehlen, ist noch eine weitere Sichtweise, aber marginalisierung interessiert ja niemanden mehr der Kasse machen kann. Und dies egal wie. Die Verflechtungen von Arbeint und Bildung reichen bis ins Jobcenter....da hat sich laengst eine neue Mafia gebildet.. Erschreckend wie solche Praktiken immer mehr nur Norm werden. Ich kann nur hoffen, dass entweder der Waehler mal deutlich wird, oder den Verantwortlichen klar wird, wie sie zu einem emotionalem Verfall dieser Gesellschaft beitragen. Aber solche Sichtweisen, sind vermutlich zuviel verlangt und dies wohl auch bei den besserverdienenden Gruenen....

"Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!"

Und wer möchte schon für eine Aufwandsentschädigung von 1 €/Std. arbeiten, vom Ehrenamt mal abgesehen? Das ist m.E. menschenunwürdig und gehört abgeschafft. Ein Mindestlohn von 10 € muss her, jede gewissenhaft erledigte Arbeit verdient eine angemessene Entlohnung.

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