Freitag 11:00 Uhr - gebannte Stille im Kindergarten
Nordendorf: Viele Finger schnellen hoch, wenn Pfarrer Franz Walden sein priesterliches Gewand angezogen hat und in die Runde der mehr als 120 Kindergarten-Kinder tritt. Jedes will dem Priester einen Platz anbieten. Eines der Kinder steht auf und schlägt den Gong, ein anderes entzündet eine Kerze. "Wir beginnen unsere kleine Feier mit dem Kreuzzeichen", sagt der Geistliche und so beginnt die Katechese zum Thema "Wir teilen miteinander".
Seit September 2009 haben die Treffen im Nordendorfer Kindergarten einen festen Rhythmus - etwa alle vier Wochen am Freitag pünktlich um 11:00 Uhr: Die Kinder der sechs Gruppen versammeln sich im Foyer des Nordendorfer Kindergartens um Pfarrer Franz Walden und es wird gebannt still. Die Begeisterung der Kinder gibt ihm Recht, wenn er sagt: "Es ist nicht nur wichtig, sondern macht auch Freude, wenn wir die Buben und Mädchen auf diese Weise mit dem Evangelium vertraut machen". Und man sieht Pfarrer Walden auch seine Begeisterung mit und unter den "Kids" an.
Nach dem Lied sitzt ein 4-Jähriger in der Kreismitte auf dem Stuhl. Ein helles Tuch um seine Schultern zeigt: Ich bin Jesus. Im nächsten Moment drückt ihm Pfarrer Walden eine Schaffigur in die Hand und beginnt zu erzählen: "Ich bin der gute Hirte........." Die Augenpaare der 120 Buben und Mädchen folgen ihm, als er selbst einen kleinen Hirtenstab in die Runde zeigt. Ja, es ist mehr als "Jesus-Geschichten" zu erzählen oder vorzulesen, was die Kinder im Katholischen Kindergarten Nordendorf durchaus gewohnt sind: Pfarrer Walden holt sie mit seinen Katechesen mitten in das Geschehen und sie folgen ihm äußerst aufmerksam.
Nach Gebet und herzerfrischendem Gesang geht es hinaus in den Garten rund um den Nordendorfer Kindergarten. "Mir ist es wichtig, unserem Kindergarten mit diesen Katechesen ein besonderes und wirklich wertvolles Gesicht zu geben. Viele Eltern sind dankbar dafür" versichert Pfarrer Walden. "Und wer weiß, welches der Kinder sich in dreißig Jahren noch an diese Begegnungen erinnern wird" schmunzelt er und ist schon wieder unter den Kindern verschwunden.
> "Wer sein Kind hier anmeldet - egal welcher Konfession er auch sein mag - erklärt sich mit der religiösen Erziehung einverstanden"
Wenn die Betroffenen das vorher wissen und sogar zustimmen, ist es ok.
Danke für die Auskunft :)