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“Uggl und die Feen in Not”: Ein Erlebnisnachmittag in der Stadtbibliothek Donauwörth

“Uggl und die Feen in Not”:
Die Uggl-Bühne begeistert Groß und Klein in der Donauwörther Stadtbibliothek

Kann ein Marionettentheater in Zeiten der Massenmedien und Reizüberflutung überhaupt noch locken? Und ob! Das bewies die Uggl-Bühne aus Holzheim, die am letzten Sonntag nachmittags Kinderherzen höher schlagen ließ und begeisterte.
Kaum reichte der Platz in der erweiterten Stadtbibliothek, man rutschte zusammen, Evelyn Leippert-Kutzner knipste, als der Vorhang der Bühne aufging und die sympathische Begleitmelodie erklang, das Licht aus: Man spürte es - vom ersten Augenblick an verzauberten die selbstgebastelten Marionetten, das Spiel um Leben, Natur und Abenteuer, alternierend mit dem Gesang der Kinder zwischen den Szenen, die Atmosphäre - durch das triste Novembergrau draußen noch gesteigert - war einfach großartig.

Ja, und wenn liebliche Feen - sogar mit Zauberkraft und Magie versehen - den Uggl (eine aus mündlicher Erzähltradition des Ensembles übernommene Figur, die zu immer neuen Abenteuern auszieht) um Rat fragen, ihn bitten, ihnen aus ihrer Not zu helfen, ja dann sind mehr als 100 Kinderaugen auf die pittoresque Bühne gerichtet, verfolgen das Geschehen dort, schauen, erleben die Abenteuer mit, die es zu bestehen gilt.

Ach, die Menschen: Sie schmeißen gedankenlos ihren Dreck weg! Sie müllen alles zu, bis selbst Müllbewohner wie sprechende Ratten die Nase voll haben und alle Feen singen: “Ja, können wir noch leben hier?” Die Not ist groß, und die Kinder verstehen: da muss der Uggl los!

Fliegend auf einem kleinen Drachen - o je! - geht es bis zu den Eskimos, in die Großstädte, stets auf der Suche nach einer Lösung des Problems. Bezaubernd, wie eine zarte Mädchenstimme “Über den Wolken” (nach Reinhard Mey, adaptiert) singt, ansteckend, entzückend, wie ein Chor Kinder dann wiederum in der Pause singt, und als am Schluss sogar alle - Puppen und Puppenspieler - zu den Kinder vorkommen, ist die Begeisterung nicht mehr zu bremsen!

Hm! Ja, wie denn nun das Problem mit der Umweltverschmutzung zu lösen ist? Tja, da muss wohl einer der Erwachsenen beim nächsten Mal, wenn die Uggl-Bühne nach Donauwörth kommt, besser aufpassen! Versprochen. Denn wie fantasievoll, kindgerecht, pädagogisch en détail, spannend und unterhaltsam das Marionettenspiel war - das verlangt nach baldiger Wiederholung! Für das ohnehin unvergleichliche Repertoire der Stadtbibliothek ist die Uggl-Bühne ein Kleinod, eine Bereicherung, die dazugehört.-

Foto: “Singen! Singen!” riefen die Kinder begeistert, denn in den Pausen zwischen den Akten des Marionettentheaters durften sie - auf der Gitarre begleitet - selber auch singen. Und am Schluß der spannenden Uggl-Abenteuer kamen alle Helden des Stücks (inklusive Puppenspielerinnen) zu den Kindern. Die Uggl-Bühne hatte alle begeistert, die kleinen Zuschauer ebenso wie Mama und Papa ... .

"Uggl und die Feen in Not"
Der Wald und die Höhle des kleinen Uggl ist in Gefahr. Es soll dort ein Einkaufszentrum gebaut werden.
Alle Bewohner des Waldes finden sich zur Beratung zusammen. Die Feen beauftragen Uggl und seinen
Freund Reginald ein neues Zuhause zu finden. Und schon geht die Reise los. Dabei landen sie an ver-
schiedenen Orten und erleben aufregende Abenteuer.

Ergänzende Infos zum Ensemble der Uggl-Bühne:

Mitwirkende: Christine Forster, Conny Wünsch, Sabine Forster

Sprecherin der Mischu (Eskimomädchen): Annika Forster

"Unserer Stücke werden selbst geschrieben und inszeniert. Alle Puppen und Bühnenbilder wurden in
liebevoller Kleinarbeit selbst hergestellt."
Vielen Dank auch an Christian Mertl, der mir das Uggl-Bühnen-Ensemble vorstellte.

Es darf gerade an dieser Stelle Annika Forster noch einmal genannt werden, denn sie sang auch den im Text erwähnten Part "Über den Wolken" - eine wirklich beachtenswerte Leistung für ein Kind aus der zweiten Klasse!

Weiterhin soll nicht unerwähnt bleiben (Christian Mertl zeigte sich da in seiner eMail viel zu bescheiden), dass kräftige Männerhände zum Auf- und Abbau der Bühne zur Stelle waren - und wie ich vermute, es auch jedesmal sind, wenn es heißt: Die Uggl-Bühne kommt!

Ergänzungen im Text: 27. November 2007
W. L.

  • Das Ensemble, die Puppenspielerinnen und ihr Publikum ...
  • hochgeladen von Wolfgang Leitner
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7 Kommentare

Danke für Eure Erfahrungen!
Kunstformen, die noch Raum für Fantasie, Gestaltung, Interaktion, Gesang, Kommunikation darbieten, sind wichtiger denn je. Wer ein gutes Marionettentheater gesehen hat, weiß, wieviel Kreativität und Gestaltungskraft in einem Stück drinnen stecken, und dies spricht eben auch an.

Wir sind gerade in einer Zeit, da diese pädagogischen Werte wiederentdeckt werden: wir brauchen Eltern, die ihren Kindern aus i h r e r Fantasie erzählen können, zusammen mit den Kindern jenen Sozialraum "Familie" gestalten. Wer erlebt hat, wieviel Erzählen, Miteinandersprechen, vielleicht sogar Singen und Tanzen gerade mit kleinen Kindern bedeuten kann, wird diese Quelle der geistig-seelischen Entwicklung fortan nützen.

Nichts ist schädlicher für die kindliche Seele in ihrer Entwicklung als jene Passivität und Bediene-mich-mit-Inhalten-Mentalität, die durch maßlosen Medienkonsum herangezüchtet wird ... .

Beachtet bitte auch die Ergänzungen im Text!

Der Vorteil eines Textes, publiziert in einem Internetforum, besteht auch darin, dass auch nach seinem Erscheinen nachträglich ergänzende Infos eingefügt werden können - manchmal sogar (wenn man dies wollte) ohne dass dies besonders auffiele ... :-)

An dieser Stelle möchte ich noch einmal gesondert unterstreichen, dass ich lange, lange kein Marionettentheater gesehen habe, das (mit Abstand) eine derart einfühlsame, durchdachte und bis ins Detail stimmige Dramaturgie wie dieses der Uggl-Bühne aufwies!

In Anbetracht des Umstandes, dass - soviel darf ich wohl verraten - im wesentlichen alles selber hergestellt, konzipiert und ausgeführt wird, ist das eine überragende Leistung, die sich in allen wichtigen Punkten mit jeder professionellen Puppenbühne messen kann.

So sind wohl viele (unter ihnen auch ich selbst natürlich) schon sehr gespannt, wenn es wieder heißt: "Die Uggl-Bühne präsentiert weitere Abenteuer!"

Schon lange kein Marionettentheater gesehen? Da darf ich auf die Aufführungen der Landsberger Marionettenbühne "Am Schürl" hinweisen. Am kommenden Wochenende (ab 7.März) wird nochmal der Kalif Storch gespielt. Näheres unter dem Stichwort "Marionettentheater", hier in Myheimat.

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