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Akkus - tickende Zeitbomben über den Wolken
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- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Laut südkoreanischen Medienberichten könnte ein überhitzter oder beschädigter Lithium-Ionen-Akku das Feuer an Bord des Airbus A321 entfacht haben. Eine erste Untersuchung legt nahe, dass ein tragbarer Akku, der in einem Handgepäckstück verstaut war, durch Druck beschädigt wurde und Feuer fing. Sofortige Löschversuche eines Flugbegleiters konnten den Brand nicht löschen.
Akkus, insbesondere Lithiumbatterien, können in Flugzeugen potenzielle Gefahren darstellen. Hier sind einige wichtige Punkte, die man beachten sollte:
Brandschäden: Lithiumbatterien können bei Überhitzung oder Kurzschluss entzünden. Bekannte Vorfälle wie brennende Powerbanks haben dazu geführt, dass Fluggesellschaften strenge Regeln eingeführt haben.
Lithiumgehalt und Wattstunden: Die meisten Fluggesellschaften erlauben Lithium-Ionen-Akkus im Handgepäck, wenn sie eine Nennenergie von bis zu 100 Wattstunden (Wh) haben. Akkus mit einer Kapazität zwischen 100 und 160 Wh dürfen nur mit Genehmigung der Fluggesellschaft transportiert werden.
Verpackung: Akkus sollten vor Beschädigung geschützt und sicher verpackt werden, um Kurzschlüsse zu verhindern.
Ersatzakkus: Lose Lithiumersatzbatterien (z.B. Powerbanks) sind im Frachtraumgepäck verboten und dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden.
Lithium ist ein Stoff, der schnell reagiert und schnell brennt. Von den Standard-Batterien, meist Alkali-Mangan-Batterien, sind wir einen eher sorglosen Umgang gewöhnt: Ihr Inhalt ist reaktionsträge, sie fangen nicht plötzlich an zu brennen sondern laufen höchstens mal aus. Lithium-Batterien und Lithium-Akkus dagegen reagieren bereits empfindlich auf Stoßen oder Fallen und Hitze. Sie entzünden sich schnell bei falscher Behandlung.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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